Die Werbung hat von Anfang an eine bedeutende Rolle in der Geschichte von Bullrich Salz gespielt. Waren es zu Beginn noch „Rathgeber“, mit dem A.W. Bullrich für sein Produkt geworben hat, kamen in der Folgezeit immer mehr Zeitungsinserate, aber auch Pressearbeit und Messeaktivitäten hinzu.

Mit Prospektverteilung und der Abgabe von Gratisproben kann die Bekanntheit der Marke Bullrich Salz schnell erhöht werden, weithin sichtbare Blechschilder werden an den Ausfahrtstraßen und Ortschaften rund um Berlin montiert. Sogar ganze Reklametrupps von überlebensgroßen Pappmaché-Figuren mit Werbebotschaften auf ihren Schildern zogen durch Berlin und erregten höchste Aufmerksamkeit.

Einen Höhepunkt erreicht die „Bullrich-Reklame“ in den zwanziger Jahren mit humorvollen Versen in Anzeigen und öffentlichen Verkehrsmitteln. Der wohl bekannteste Vers „So nötig wie die Braut zur Trauung, ist Bullrich Salz für die Verdauung“ hatte, wie man heute sagen würde, Kultcharakter. In vielen deutschen Städten fahren Straßenbahnen mit Bullrich-Werbung, in Kino- und Radiowerbung zeigt das Produkt ständige Präsenz und Papiertragetaschen mit einem Bullrich-Werbeaufdruck werden an Bullrich-Verkaufsstellen verteilt.